Dankeschön Ausflug am Salzstiegl - PSV-Linz Motorsport

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Dankeschön Ausflug am Salzstiegl

BERICHTE > 2014

Nun war es wieder einmal soweit. Das Wochenende am Salzstiegl war da. Am Freitagmorgen trafen sich die Motorradfahrer Daniel, Christian, Sandra und Alex, Paul und Thomas und Manuel um zum Trial-Gelände am Salzstiegl aufzubrechen.

Ich konnte leider nicht mit dem Motorrad mitfahren, da leider der Termin für die Kunstturnmeisterschaft von Sebastian vom 15.6.2014 auf den 14.6.2014 vorverlegt wurde. So beschlossen Matthias und ich mit dem Auto zu fahren. Matthias war schon Tage zuvor kaum zu bremsen und redete nur noch vom Trial- Fahren. Am Freitag beim Packen wollte er noch unbedingt, dass Sandra neue Handschuhe, Stiefel, Jacke und Helm kaufen geht. Sandra meinte, sie würde nichts von dem kaufen und somit war sie natürlich für Matthias die „Böse Mama“. Ich hatte dann die Idee! Mamas Motorradsachen könnten ja eventuell schon passen. Sofort auf die Suche nach den Sachen und probieren. Super! Die wichtigsten Sachen passen (Stiefel und Handschuhe). Somit war mit einem Schlag die „Böse Mama“ die „Beste Mama“ geworden.

So, Gepäck ins Auto und ab in die Steiermark. Während der Fahrt denke ich, die Motorradfahrer haben mit dem Wetter Glück. Kein Tropfen Regen. Dies sollte sich aber als Irrtum herausstellen, denn die Motorradfahrer hatten bei der Ankunft am Salzstiegl die Regensachen angezogen. Sie erzählten, dass es den einen oder anderen „leichten Schauer“ gegeben hätte. Als Matthias und ich am Moasterhaus so gegen 16:30 Uhr ankamen, waren die Motorradfahrer noch nicht da. So dachte ich, ich kann jetzt ganz gemütlich das Gepäck (ausgenommen die Motorradsachen) vom Auto ins Zimmer räumen und dann einen Kaffee trinken und eine Zigarette rauchen. Leider hatte ich die Aufregung von Matthias unterschätzt. Ein paar Auszüge von seinen Meldungen. Papa! Holen wir die Stiefel vom Auto ins Zimmer! Ich sagte: Nein wir brauchen die Sachen erst morgen. Papa! Gehen wir da hinunter! Ich: Was ist denn da? Matthias: Papa!! Komm gehen wir da jetzt hinunter! Ich: Was ist denn da? Matthias mittlerweile etwas gereizt: Papa! Papa! Komm jetzt endlich!!!!! Um des lieben Friedens Willen bin ich mitgegangen. Wohin ging die Wanderung? Richtig! In die Garage der Trial Motorräder. Matthias sah durch die Fenster und suchte verzweifelt nach „seinem Motorrad“. Beim dritten Fenster entdeckte er dann endlich „seine Trial“. Man konnte die Erleichterung und die Freude in seinem Gesicht deutlich sehen. Leider kann man das nicht in Worte fassen. So, glücklich war er und ich dachte, jetzt wird es auch für mich gemütlich.

Zurück zum Kaffee. Kaum angekommen erinnerte er sich wieder an die Motorradsachen und es ging wieder los ….. In diesem Punkt konnte ich mich durchsetzen. Um ca. 18:00 Uhr kamen nun auch die Motorradfahrer im Moasterhaus an. Nach einem Begrüßungsbier ging es zum Abendessen und beim Kegeln ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Am Samstag hatten wir von 9:00 bis 12:00 Uhr das Trial Fahren ausgemacht. Ich wollte um 8:00 Uhr aufstehen, gemütlich frühstücken und dann Trial fahren gehen. Matthias quälte mich seit 6:30 Uhr ich solle aufstehen und sofort die Motorradsachen vom Auto holen, denn die brauchen wir jetzt unbedingt. So ging es bis um 7:30 Uhr denn dann konnte ich diese „Suderei“ nicht mehr aushalten und wir holten die Motorradsachen ins Zimmer. Danach gingen wir frühstücken. Es war nur ein kleiner Mann am Frühstückstisch. Wir setzten uns dazu und kamen ins Gespräch. In einem gebrochenem Deutsch erfuhren wir, dass er heute unser Trainer ist. Und es war nicht irgendein Trainer! Es saß Tibbi Lenner, ungarischer Staatsmeister im Trial, an unserem Tisch. Nach und nach kam der Rest der Partie zum Frühstück. So! 9:00 Uhr, ran an die Bikes. Ausrüstung ausfassen, Bikes starten und rauf auf den Berg.

Matthias durfte auf der Übungswiese einige Runden fahren. Und es kam wie es kommen musste, Übermut tut selten gut, es kam zum Sturz. Er hatte nun etwas mehr Respekt. Ankicken und weiter geht es. Das Gelände wurde vergrößert und umfasst ca. 19ha. Tibbi kümmerte sich liebevoll um Matthias. Dieser konnte ihn leider wegen dem Motorgeräusch und der Sprache nicht richtig verstehen. Ich sagte zu Tibbi, er möge bitte zu den anderen fahren - speziell zu Pauli und Thomas, da die am meisten von ihm lernen könnten (sind auch unsere Besten). Während die Motorradpartie im schwereren Gelände unterwegs war übten Matthias und ich am leichteren Gelände das Bergauffahren und im speziellen das Bergabfahren.

Bei einer kurzen Pause trafen wir Sandra und aus dem Mund von Matthias sprudelte es vor Begeisterung. (Ich denke Sandra hat nichts verstanden). So, Pause ist vorbei und rauf aufs Bike. Wir fuhren zum Gelände und da kamen uns Christian und Daniel entgegen. Sie meinten sie würden da rüber fahren. Wir fuhren mit ihnen mit. Bei einer Wiese angekommen konnten wir wieder einige Trial Übungen machen. Dabei entdeckten wir, dass Daniel am ganzen Körper nass gewesen war. Daniel! Musst du schwitzen? Nein antwortete er, leider habe ich Bekanntschaft mit einem „Bacherl“ gemacht.

Matthias war so motiviert, dass wir anschließend immer höher auf den Berg gefahren sind. Kinder, wie die Zeit vergeht, es ist 12:00 Uhr und es ist Zeit die Trials abzustellen. Müde aber glücklich gingen wir Mittagessen. Nach der Stärkung kam die Motivation für den Nachmittag. Die Wirtin meinte, dass die Motorräder von 14:00 bis 17:00 Uhr verfügbar wären. Kurze Beratung (ca. 2 sec.), wir gehen wieder Trial fahren.

Lediglich Christian und Daniel machten eine Motorradausfahrt in die Südsteiermark. Nach einer halben Stunde kam die Wirtin zu Matthias und bat ihn, sein Motorrad für eine Stunde einem anderen Jungen zu geben. Wiederwillig stimmte er zu. Als wir dann um zwei Uhr zu den Bikes gingen, kam auch Matthias in voller Montur zu den Bikes. Als wir ihn darauf ansprachen meinte er nur, es könne ja sein, dass dieser Junge etwas früher aufhören könnte und er möchte keine Minute mit dem Anziehen verschwenden. Er blieb dann diese Stunde bei Sandra (danke, dass du so lieb auf meinen Kleinen geschaut hast). Wir machten in der Zwischenzeit eine Trial Wanderung durchs Gelände. Super schön! Pünktlich um 15:00 Uhr konnte dann Matthias wieder auf sein Motorrad steigen. Wir fuhren dann alle gemeinsam durch die Gegend. Pauli und Thomas zeigten uns dann erstaunliche Kunststücke auf ihren Maschinen.

Nach einer Weile kamen wir an eine Stelle wo ein Steilhang auf uns wartete. Alex wollte von oben nach unten fahren. Es blieb bei wollte. Als er nach vorn zum Abhang fuhr, verließ ihn kurzzeitig der Mut und er stürzte direkt beim Abhang. Er lag leider so unglücklich, dass er nicht mehr alleine aufstehen konnte. Wir, die „gemeine Meute“, standen unten und riefen hoch: „Brauchst du Hilfe?“ Ja! Kam es vom Berg zurück. Pauli startete sofort mit seinem Bike und fuhr zu Alex hoch, schnappte das Motorrad von Alex und fuhr den Abhang hinunter als wäre es eine flache Forststraße. Unten angekommen fuhr er sofort wieder hoch gab das Bike wieder Alex, stieg auf sein eigenes und fuhr wieder mit Leichtigkeit hinunter. Alex nahm einen anderen Weg. Zur Verteidigung von Alex muss man sagen: von der „feigen Meute“ traute sich sonst eh keiner da hoch. Da ja dieser Sport bekanntlich sehr anstrengend ist fuhren wir zu einer Wasserstelle um etwas zu trinken. Da ja mein Motto immer lautet: „Lieber schlecht gefahren als gut gegangen“ bin ich die drei Meter von der Forststraße zur Wasserstelle nicht gegangen sondern gefahren. Irgendwie kam die Linie, welche ich mir vorstellte, nicht beim Motorrad an und so kam was kommen musste. Ich lag unter dem Motorrad und einem Wurzelstock im Dreck. Ich denke jeder konnte sehen, dass der Kampf mit dem Motorrad, dem Wurzelstock und dem Dreck seine Spuren hinterlassen hat. Nach gewonnenem Kampf war das Wasser wie Champagner. Nach dieser kleinen Pause probierten wir auf einer Wiese ein bisschen Hinterradfahren und springen. Matthias fuhr in dieser Zeit die Wiese hoch. Er merkte in seinem Eifer nicht wie steil dieser Hang war. Er stand oben, sah hinunter und meinte: „Ich gehe lieber hinunter.“ Auf die Frage wie denn das Motorrad hinunter kommen würde sagte er nur: „der Pauli wird es schon richten.“ Und so war es auch. Nach einer Weile fuhren wir dann den Berg hinunter und konnten dann dem Österreichischen und dem Ungarischen Staatsmeister und dem „kleinen Lettenbichler“ - immerhin 16. Platz beim Erzbergrennen -, beim Trainieren zusehen. Diese zeigten Sachen wo man glaubt für diese Herren gelten die Gesetze der Physik und der Schwerkraft nicht. Pauli und Thomas machten auch eine sehr gute Figur.

Matthias wollte Pauli imponieren und fuhr laut Schilderung von Sandra einen Sprung mit Vollgas und durchdrehendem Hinterrad an. Leider kam er bei diesem Sprung zu Sturz und fing ein wenig zu weinen an. Leicht besorgt ging ich hin und fragte was denn los sei. Sein größtes Problem war, dass er den magnetischen Not-Ausschalter verloren hatte und er deshalb das Bike nicht mehr starten könne. Nach einer intensiven Suche am Boden entdeckte dann Sandra das Teil am Rahmen klebend. Gott sei Dank! O-Ton Matthias: „Beim Springen war ich wirklich gut, nur die Landung muss ich noch üben…!“ Ankicken, und die Welt war für Matthias wieder in Ordnung. So, nun war es zu Ende mit dem Spaß, denn es war schon nach 17:00 Uhr und wir mussten die Bikes wieder zurückgeben. Nach dem Duschen ging es zum Abendessen. Während dem Essen konnte man bei allen die Anstrengung erkennen und es wurde kein langer Abend, denn die Müdigkeit war uns ins Gesicht geschrieben. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück wieder nach Hause. Matthias und ich möchten uns bei allen herzlich bedanken, dass wir diesen super Ausflug mitmachen durften.

Motorsportliche Grüße
Peter und Matthias

 
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05.12.2016
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