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2011 Vladimir / Russland

65. Internationale Polizeisternfahrt

Die heurige Sternfahrt stand von beginn an für die Sektion Motorsport unter einem nicht sehr günstigen Stern. Zuerst mussten wir einen eifrigen Sternfahrer, unseren MIEDLER Egon 14 Tage vor Sternfahrtbeginn zu Grabe tragen. Egon hätte sehr gerne an dieser Sternfahrt teilgenommen.

Am Samstag den 23.7.2011 war es dann soweit, 8 Mitglieder, FISCHER Alfred mit seiner Claudia, Sandra und Peter SPIEGL, Christian ALTENHOFER, Daniel PERNKOPF, Petra MOSBÖCK und ich, Christl PANGERL machten sich um 05:00 Uhr früh auf den Weg zum Flughafen Wien Schwechat. Als wir um acht Uhr gerade mit dem einchecken fertig waren, ereilte uns die traurige Nachricht vom Ableben unseres beliebten Sektionsleiters Peter NEMECEK. Obwohl wir um seine schwere Krebserkrankung bescheid wussten, machte uns die Nachricht doch sehr betroffen. Der Flug nach Moskau erfolgte also dementsprechend in getrübter Stimmung.

Am Nachmittag in Moskau angekommen
(2 Stunden Zeitverschiebung) klappte unser Transfer zum Hotel VEGA tadellos. Zuerst tranken wir ein Willkommens-Bierchen auf Peter und Egon, welche die ganze Sternfahrt in Gedanken bei uns waren.

Die nächsten 3 Tage waren wir zusammen in Moskau auf Sightseeingtour unterwegs. Unsere Gemeinschaft klappte wie immer auf Sternfahrten sehr gut und harmonisch, was für mich jedes Mal ein besonders schönes Gefühl bedeutet. Wir besichtigten den Roten Platz mit dem GUM-Kaufhaus, ein ganz tolles Erlebnis, auch die Preise!!!! Am Abend sorgte die Beleuchtung für einen besonderen Flair.

Ein Bild sagt mehr als Worte.


Am Sonntag machten wir uns mit der Metro, die Stationen sind sauber und wunderschön ausgestattet, auf zum Hard Rock Cafe, schlenderten durch die Innenstadt zum Fluss Moskwa, wo wir am Nachmittag eine Flussfahrt machten und dabei viele Sehenswürdigkeiten besichtigen konnten. Es war die ganze Woche sehr heiß in Russland, zwischen 33 und 38 Grad, daher war die Flussfahrt sehr angenehm.

Am Montag wurde vom Veranstalter eine
4 - stündige Stadtrundfahrt angeboten, die wir natürlich mitmachten und noch viel wissenswertes über Moskau erfuhren.
Dies alles zu berichten, würde hier den Rahmen sprengen, Moskau ist auf jeden fall sehenswert, sehr schön und interessant, aber auch ein sehr teures Pflaster.
Moskau ist eine Stadt, die nie schläft und man kann auch um 3 Uhr Früh in einem Stau stecken bleiben..........

Am Dienstag den 26.7.2011 machten sich dann alle Sternfahrer aus Deutschland, Schweiz, Luxenburg, Ungarn, Polen, Slowenien, Österreich und auch aus Russland gemeinsam auf den Weg zur Zieleinfahrt nach Vladimir / Susdal, 200 km östlich von Moskau.

390 Sternfahrer aus 8 Nationen waren mit Polizeiautos, teils privaten PKW, auf Motorrädern - meist in Gruppen, und die, die im Flugzeug angereist sind, in einem gemeinsamen Bus auf – „Zum Erlebnis Russland.“
Die Zieleinfahrt war etwas hektisch, bot einige Überraschungen und lies organisatorisch einiges zu wünschen übrig. Da ich mich aber bei der Präsidiumssitzung im Mai mit den 3 sehr freundlichen und fleißigen Dolmetscherinnen Maria, Anja und Julia etwas angefreundet habe, wurde unsere Linzergruppe immer ein kleinwenig bevorzugt und nett behandelt.

In Susdal bezogen wir unser Hotel „ Heiße Schüssel“, welches sauber und schön gelegen war in einer ländlichen Anlage, auch mit „Badestrand“ an einem kleinen Flüsschen mit sehr weichem Wasser, besuchten wir natürlich auch.
Das Frühstück bestand jeden Tag aus Kaffee oder Tee, fettem Speck oder Wurst, etwas Käse, das Weisbrot wurde „immer mehr im Mund“ , Haferschleim oder Griesbrei und für jeden 2 Palatschinken mit Marmelade, alles nicht so nach meinem/ unseren Geschmack und wir beschlossen zu Hause längere Zeit keine Palatschinken zu essen.
Da wir dieses Mal ohne Gemeinschaftszelt unterwegs waren, wurde kurzerhand das Stiegenhaus zum abendlichen Treffpunkt umgestaltet. Die „Schatzkisten“ welche am Gang herumstanden wurden zu sehr schönen und gemütlichen Tischen verzaubert. Die Stühle kamen aus den einzelnen Zimmern, und fertig ist unser „Gemeinschaftszelt“ für die lustigen und geselligen Abende.
Was wäre so ein Abend (30°C) ohne kühles Bier. Da kühles Bier in Russland anscheinend Mangelware ist, wurde seitens der „Linzer Motorsportler“ schnell reagiert und sogleich im nächsten Supermarkt Bier in entsprechender Menge eingekauft. Da auch das Bier aus dem Supermarkt meist warm war mussten die tollen Kühlschränke von den Zimmern herhalten. Funktionierte perfekt. So ausgerüstet wurden fast jeden Abend etliche Sternfahrergeschichten erzählt.
Es waren immer Geschichten von, mit und über Peter und Egon mit dabei. Ich bin mir sicher die „ ZWEI“ hörten uns von oben zu und hatten auch ihren Spass.

Susdal ist ein kleines 15000 Einwohner zählendes Städtchen mit 34 Kirchen, einem Kloster und 2 Museen, Susdal zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.
Vladimir und Susdal, die zwei Veranstaltungsorte waren ca. 25 km getrennt und daher war alles ein bisschen zerrissen. An der weitläufigen wenig hügeligen Gegend rund um Susdal konnte man die Weite dieses großen Landes erahnen.
Die Strassen sind schnurgerade und zeitweise mit großen Schlaglöchern „ausgestattet.“ Der Verkehr ist enorm, und es heißt vorsichtig fahren und gut aufpassen.
Von anderen Sternfahrern erfuhren wir, dass die Ausflüge recht interessant und gut organisiert waren. Auch die Motorradausfahrt war gelungen, nur sehr heiß.

Dann am Donnerstag der heiß ersehnte 1. Lauf zur Europameisterschaft im PKW und Motorradbewerb.
Der Pacour am Parkplatz des Globuskaufhauses in Vladimir war zügig und nicht sehr schwer ausgesteckt. Für uns ein sehr erfolgreicher Lauf. Platzierungen siehe im Anhang. Jedenfalls haben wir den Auftrag von Peter mit möglichst vielen Pokalen heim zukommen, den er uns am Donnerstag im Krankenhaus noch gegeben hat, voll erfüllt. Ich denke:“ Er wäre sehr stolz auf uns gewesen.“

Der Delegiertenkongress am Freitag verlief sehr intensiv und mit einigen guten Anregungen seitens der Delegierten.
Mich persönlich freute das Lob über meine korrekte und ausgezeichnete Arbeit
als Schatzmeisterin im IPMC Präsidium, welche seitens der Kontrollstelle IPA Düsseldorf vertreten durch Swieter Jochen und auch vom Präsidenten Reinhard Moser gewürdigt wurde.

Beim Umzug am Samstag in Vladimir konnten alle ihre schönen Uniformen und mitgebrachten Polizeiautos und Motorräder präsentieren. Es waren viele einheimische Zuschauer unterwegs, die uns herzlich und begeistert zu winkten.

Über den Eröffnungs – und Abschlussabend gibt es nicht viel zu berichten –
Nur soviel „ ES WAR RUSSISCH“!!

Unser Transfer am Samstag um 23 Uhr zum Flughafen Domodedovo klappte gut, obwohl ich etwas nervös war deswegen, landeten wir nach einem guten Flug am Sonntag morgen um 06:30 wieder in Wien Schwechat und waren glücklich in unserem schönen Österreich zu sein.
Als Resümee möchte ich zusammenfassen, es war eine sehr heiße, interessante,
etwas getrübte aber auch erfahrungsreiche Woche.
Wie heißt es „ Andere Länder – andere Sitten !

Christl Pangerl und Sandra Spiegl


Hier unsere ausgezeichneten Platzierungen – wobei unsere neuen Mitglieder Christian, Daniel und Claudia – viel Mut bewiesen haben, um sich der Herausforderung eines Europameisterschaftslaufes gestellt zu haben.

Dabei sein ist alles!

Gesamtwertung Auto (146Starter): Damenwertung Auto (21Starter):
1. Rang Alfred Fischer 1. Rang Christl Pangerl
2. Rang Peter Spiegl 2. Rang Sandra Spiegl
9. Rang Daniel Pernkopf  
22. Rang Christian Altenhofer  
28. Rang Christl Pangerl  
31. Rang Sandra Spiegl  
49. Rang Thomas Schram  
105. Rang Beate Schram  
121. Rang Petra Mosböck  
137. Rang Claudia Scheubmayr  
Gesamtwertung KRAD (41Starter): Damenwertung KRAD(2Starter):
3. Rang Thomas Schram 2.Rang Petra Mosböck
8. Rang Alfred Fischer  
14. Rang Peter Spiegl  
31. Rang Petra Mosböck  
39. Rang Daniel Pernkopf